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Umzugskosten reduzieren & Geld sparen: Effektive Tipps für einen günstigen Umzug

Wie kann man beim Umzug Geld sparen?

Umzug-Spartipps

Die größten Einsparungen erzielst du, wenn du deinen Umzug frühzeitig planst, mehrere Angebote vergleichst, das Umzugsvolumen reduzierst und möglichst viele Arbeiten selbst übernimmst. Auch ein günstiger Umzugstermin, gebrauchte Umzugskartons, zuverlässige Helfer und ein passender Transporter können die Umzugskosten erheblich senken.

Wichtig ist jedoch, nicht an der falschen Stelle zu sparen. Unzuverlässige Helfer, ein zu kleiner Transporter oder ungeeignetes Verpackungsmaterial können Verspätungen, Schäden und zusätzliche Fahrten verursachen. Dadurch wird ein vermeintlich günstiger Umzug schnell teurer als geplant.

Mit einer Umzugscheckliste zum Abhaken inkl. Umzugstipps & Vorbereitungen kannst du deinen Umzug systematisch vorbereiten und unnötige Ausgaben vermeiden. Sie hilft dir, alle Aufgaben vor, während und nach dem Umzug im Blick zu behalten.

Wie kann man beim Umzug am meisten Geld sparen?

Die wichtigsten Sparmöglichkeiten beim Umzug sind:

  • Den Umzug frühzeitig planen
  • Umzugskosten realistisch kalkulieren
  • Mehrere Umzugsangebote einholen und vergleichen
  • Einen günstigen Umzugstermin auswählen
  • Vor dem Umzug ausmisten
  • Kartons selbst packen
  • Möbel selbst abbauen
  • Freunde, Familie oder günstige Umzugshelfer organisieren
  • Einen Transporter selbst mieten und fahren
  • Gebrauchte Umzugskartons und Verpackungsmaterial verwenden

Ob ein selbst organisierter Umzug oder ein Umzugsunternehmen günstiger ist, hängt unter anderem vom Umfang des Umzugsguts, der Entfernung, den verfügbaren Helfern und den gewünschten Leistungen ab. Eine Entscheidungshilfe findest du unter Umzug selbst machen oder Firma beauftragen.

Frühzeitig planen und Umzugskosten richtig kalkulieren

1. Mit der Umzugsplanung so früh wie möglich beginnen

Je früher du mit der Planung beginnst, desto größer ist die Auswahl an guten und günstigen Umzugsunternehmen, Helfern, Transportern und möglichen Umzugsterminen. Kurzfristig verfügbare Angebote sind dagegen häufig begrenzt.

Erstelle deshalb frühzeitig einen Zeitplan und halte alle Aufgaben, Termine und Zuständigkeiten fest. Dadurch vermeidest du teure Notlösungen kurz vor dem Umzug.

Eine vollständige Übersicht über die notwendigen Vorbereitungen bietet dir unsere praktische Umzugscheckliste zum Abhaken.

2. Ein realistisches Umzugsbudget festlegen

Ein günstiger Umzug beginnt mit einer vollständigen Kostenplanung. Berücksichtige nicht nur die Kosten für ein Umzugsunternehmen oder einen Miettransporter, sondern auch mögliche Ausgaben für:

  • Umzugskartons und Verpackungsmaterial
  • Umzugshelfer
  • Transportermiete und Kraftstoff
  • Versicherung und Selbstbeteiligung
  • Halteverbotszonen
  • Renovierungsarbeiten
  • Reinigung
  • Entrümpelung und Entsorgung
  • Werkzeug und Transporthilfen
  • Verpflegung der Helfer
  • Doppelte Mietzahlungen

Mit unserem kostenlosen und einfachen Umzugskostenrechner kannst du die voraussichtlichen Kosten deines Umzugs ohne Anfrage vorab überschlagen.

Plane außerdem eine kleine finanzielle Reserve für unvorhergesehene Ausgaben ein. Eine zu knapp angesetzte Kalkulation kann teuer werden, wenn der Transporter länger benötigt wird oder eine zusätzliche Fahrt notwendig ist.

3. Das Umzugsvolumen möglichst genau ermitteln

Die Menge des Umzugsguts beeinflusst die Größe des Transporters, die Anzahl der Helfer, die Arbeitszeit und den Preis eines Umzugsunternehmens. Ungenaue Angaben können deshalb zu ungeeigneten Angeboten oder späteren Mehrkosten führen.

Erstelle vor der Anfrage eine vollständige Liste deiner Möbel, Kartons und sonstigen Gegenstände. Nutze dafür die Umzugsgutliste mit Volumenrechner inkl. PDF-Export. Damit kannst du das Transportvolumen berechnen und allen angefragten Unternehmen dieselben Informationen zur Verfügung stellen.

Mit Angeboten und dem richtigen Umzugsunternehmen sparen

4. Mehrere Umzugsangebote einholen und vergleichen

Beauftrage nicht sofort das erste verfügbare Umzugsunternehmen. Hole mehrere vergleichbare Angebote ein und prüfe neben dem Gesamtpreis auch den enthaltenen Leistungsumfang. Jetzt Angebote einholen und vergleichen.

Achte insbesondere darauf, ob folgende Leistungen im Preis enthalten sind:

  • Anfahrt und Abfahrt
  • Arbeitszeit der Umzugshelfer
  • Transportfahrzeug
  • Kraftstoff und gefahrene Kilometer
  • Möbelabbau und Möbelaufbau
  • Verpackungsmaterial
  • Tragewege und Etagen
  • Halteverbotszone
  • Versicherung
  • Mehrwertsteuer
  • Mögliche Zuschläge

Das günstigste Angebot ist nicht automatisch das wirtschaftlichste. Ein unvollständiges Angebot kann später durch Zusatzkosten deutlich teurer werden.

5. Nur Angebote mit eindeutigem Leistungsumfang vergleichen

Vergleiche möglichst nur Angebote, die auf denselben Angaben zum Umzugsgut und zu den gewünschten Leistungen beruhen. Teile allen Unternehmen dieselbe Umzugsgutliste, die Adressen, Etagen, Laufwege und vorhandenen Aufzüge mit.

Bei einem Festpreis sollte genau festgehalten werden, welche Arbeiten und Bedingungen im vereinbarten Preis enthalten sind. Wir empfehlen, den Leistungsumfang eines Festpreisangebots möglichst detailliert vertraglich festzulegen.

6. Nicht nur den Preis, sondern auch Bewertungen vergleichen

Extrem niedrige Angebote können ein Warnsignal sein, wenn wichtige Leistungen fehlen oder später überraschende Zusatzkosten verlangt werden. Prüfe deshalb, ob das Unternehmen nachvollziehbare Kontaktdaten, ein vollständiges Impressum, transparente Bedingungen und glaubwürdige Kundenbewertungen und Erfahrungen besitzt.

Weitere Hinweise findest du unter Seriöse Umzugsunternehmen – Bewertungen vergleichen.

7. Das Umzugsunternehmen frühzeitig beauftragen

Möchtest du mit einem Umzugsunternehmen umziehen, solltest du möglichst früh Angebote anfordern. Frühzeitige Anfragen erhöhen die Chance, mehrere seriöse Firmen und günstige Termine vergleichen zu können.

Besonders an Wochenenden, zum Monatsende, während der Ferien und in den Sommermonaten können geeignete Termine schnell ausgebucht sein. Eine frühe Buchung garantiert zwar keinen niedrigeren Preis, verbessert aber häufig deine Auswahl und Verhandlungsposition.

8. Nur die wirklich notwendigen Leistungen beauftragen

Ein Full-Service-Umzug ist bequem, aber nicht immer erforderlich. Du kannst einzelne Arbeiten selbst übernehmen und das Unternehmen nur für schwere oder zeitaufwendige Aufgaben beauftragen.

Mögliche Eigenleistungen sind:

  • Kartons ein- und auspacken
  • Möbel abbauen und aufbauen
  • Lampen demontieren
  • Keller und Abstellräume leeren
  • Kleine Gegenstände vorab transportieren
  • Alte und neue Wohnung reinigen
  • Verpackungsmaterial selbst beschaffen

Vereinbare eindeutig, welche Leistungen du selbst erledigst und welche das Umzugsunternehmen übernimmt.

Mit dem richtigen Umzugstermin Kosten sparen

9. Möglichst an einem Wochentag umziehen

Freitag, Samstag und Sonntag gehören zu den besonders gefragten Umzugstagen. Wenn du zeitlich flexibel bist, kann ein Termin von Montag bis Donnerstag günstiger sein.

Auch Miettransporter sind unter der Woche teilweise preiswerter oder besser verfügbar. Der ADAC weist darauf hin, dass sich bei einem selbst organisierten Umzug häufig Kosten sparen lassen, wenn der Transporter nicht am Wochenende gemietet wird. Vergleiche trotzdem immer die konkreten Preise für mehrere Tage, da Vermieter auch spezielle Wochenendtarife anbieten können.

10. Monatsanfang und Monatsende vermeiden

Viele Mietverträge beginnen oder enden zum Monatswechsel. Deshalb ist die Nachfrage nach Umzugsunternehmen, Transportern und Helfern zu dieser Zeit häufig besonders hoch.

Ein Termin ungefähr zwischen dem 5. und dem 20. des Monats kann günstiger sein. Besonders sinnvoll ist eine Kombination aus Monatsmitte und einem Wochentag.

Der ADAC empfiehlt ebenfalls, ungewöhnlichere Termine zu prüfen und nach Möglichkeit nicht zum Ersten oder zum Fünfzehnten eines Monats umzuziehen.

11. Ferien, Feiertage und Hauptsaison berücksichtigen

In den Sommermonaten, während der Schulferien und rund um Feiertage kann die Nachfrage steigen. Falls du den Umzugstermin frei wählen kannst, solltest du unterschiedliche Zeiträume anfragen.

Bitte Umzugsunternehmen oder Transportervermieter um Angebote für mehrere mögliche Termine. So erkennst du, ob sich durch eine Verschiebung Kosten sparen lassen.

Vor dem Umzug aussortieren und Transportvolumen reduzieren

12. Keller, Dachboden und Abstellkammer frühzeitig entrümpeln

Je weniger Gegenstände transportiert werden müssen, desto kleiner kann der Transporter ausfallen und desto schneller ist der Umzug erledigt.

Beginne deshalb rechtzeitig mit dem Entrümpeln von Keller, Dachboden, Garage, Abstellkammer, Balkon, Gartenhaus, Kleiderschränken & Küchenschränken

Warte damit nicht bis zum Umzugstag. Eine kurzfristige Entrümpelung kann zusätzliche Helfer, Entsorgungsfahrten oder eine kostenpflichtige Abholung erforderlich machen.

13. Nicht mehr benötigte Gegenstände verkaufen

Gut erhaltene Möbel, Elektrogeräte, Bücher oder Kleidung kannst du vor dem Umzug verkaufen. Dadurch reduzierst du das Umzugsvolumen und erhältst zusätzlich Geld für die Umzugskasse.

Beginne mehrere Wochen vorher, da größere Möbelstücke nicht immer sofort verkauft oder abgeholt werden. Gegenstände ohne Verkaufswert kannst du verschenken, spenden, zum Wertstoffhof bringen oder ordnungsgemäß entsorgen.

14. Keine Möbel transportieren, die in der neuen Wohnung nicht passen

Prüfe vor dem Umzug die Maße der neuen Räume, Türen, Treppenhäuser und Aufzüge. Erstelle möglichst früh einen Stellplan für die Möbel.

So vermeidest du, dass große Schränke oder Sofas teuer transportiert werden, obwohl sie in der neuen Wohnung keinen geeigneten Platz finden oder nicht durch das Treppenhaus passen.

15. Kleine Gegenstände vorab selbst transportieren

Liegt die neue Wohnung in der Nähe und hast du bereits Zugang, kannst du kleinere Gegenstände vor dem eigentlichen Umzug selbst hinbringen.

Dafür eignen sich beispielsweise:

  • Kleidung
  • Bücher
  • Pflanzen
  • Dekoration
  • Lebensmittelvorräte
  • Bettwäsche
  • Reinigungsmittel
  • Kleine Elektrogeräte

Achte jedoch darauf, nicht für einzelne Gegenstände zahlreiche zusätzliche Autofahrten zu unternehmen. Bei längeren Strecken können Kraftstoffverbrauch und Zeitaufwand die mögliche Ersparnis wieder aufheben.

Durch Eigenleistungen beim Umzug sparen

16. Umzugskartons selbst packen

Das Verpacken des Hausrats gehört zu den Arbeiten, die du meistens problemlos selbst erledigen kannst. Beginne früh mit Gegenständen, die du bis zum Umzug nicht mehr benötigst.

Beschrifte jeden Karton mit dem Zielraum und einer kurzen Inhaltsangabe. Dadurch können die Helfer die Kartons direkt richtig abstellen und du sparst beim Auspacken Zeit.

Packe die Kartons vollständig, bevor das Umzugsunternehmen oder die Helfer eintreffen. Unfertige Kartons, lose Gegenstände und offene Taschen verlängern die Arbeitszeit und können bei einer Stundenabrechnung zusätzliche Kosten verursachen.

17. Möbel selbst abbauen und wieder aufbauen

Der Abbau und Aufbau von Schränken, Regalen, Betten und Tischen kann viel Arbeitszeit verursachen. Verfügst du über das notwendige Werkzeug und handwerkliche Erfahrung, kannst du diese Aufgaben selbst übernehmen.

Fotografiere komplizierte Verbindungen vor dem Abbau und bewahre Schrauben sowie Kleinteile in beschrifteten Beuteln auf. Befestige den jeweiligen Beutel sicher am Möbelstück oder verpacke alle Kleinteile in einer eindeutig gekennzeichneten Box.

18. Lampen, Waschmaschine und Geräte selbst vorbereiten

Auch das Abmontieren von Lampen sowie das Abklemmen von Waschmaschine oder Geschirrspüler kannst du bei ausreichenden Kenntnissen selbst übernehmen.

Bei Elektro- und Wasseranschlüssen solltest du jedoch nur selbst arbeiten, wenn du genau weißt, was zu tun ist. Schäden durch falsch angeschlossene Geräte können erheblich teurer sein als die Beauftragung einer Fachkraft.

Transportsicherungen für Waschmaschinen sollten rechtzeitig eingesetzt werden. Kühl- und Gefrierschränke müssen geleert, abgetaut und entsprechend den Herstellerhinweisen transportiert werden.

19. Renovierung und Reinigung möglichst selbst erledigen

Kleinere Reparaturen, zulässige Schönheitsreparaturen und die Endreinigung kannst du häufig selbst übernehmen. Prüfe jedoch zunächst deinen Mietvertrag und den tatsächlichen Zustand der Wohnung.

Kaufe Materialien nicht unkoordiniert. Erstelle eine Liste und prüfe, welche Farben, Werkzeuge oder Reinigungsmittel bereits vorhanden sind oder ausgeliehen werden können.

Vermeide unnötige Renovierungen, zu denen du mietvertraglich möglicherweise nicht verpflichtet bist. Bei Unsicherheit solltest du dich rechtlich beraten lassen.

20. Genügend zuverlässige Umzugshelfer organisieren

Freunde und Familienmitglieder können die Kosten eines selbst organisierten Umzugs deutlich senken. Entscheidend ist jedoch, dass genügend zuverlässige Helfer verbindlich zusagen.

Zu wenige Helfer können dazu führen, dass:

  • der Transporter länger gemietet werden muss
  • mehrere Fahrten notwendig werden
  • die Wohnungsübergabe nicht rechtzeitig erfolgt
  • spontan teure Ersatzhelfer gesucht werden müssen
  • schwere Gegenstände nicht sicher getragen werden können

Bestätige den Termin einige Tage vorher erneut und organisiere möglichst eine kleine Reserve. Teile die Aufgaben im Voraus auf und kläre, wer Möbel abbaut, Kartons trägt, den Transporter belädt und in der neuen Wohnung koordiniert.

21. Private Helfer mit professioneller Unterstützung kombinieren

Du musst dich nicht zwingend zwischen einem vollständigen Umzug in Eigenregie und einem klassischen Umzugsunternehmen entscheiden.

Eine kostengünstige Zwischenlösung können erfahrene Umzugshelfer mit Transporter sein. Freunde und Familie übernehmen beispielsweise das Packen und leichte Gegenstände, während professionelle Helfer den Transport und schwere Möbel erledigen.

Diese Lösung kann besonders sinnvoll sein, wenn niemand aus deinem privaten Umfeld einen großen Transporter fahren kann oder schwere Gegenstände sicher tragen sollte.

Bei Umzugskartons und Verpackungsmaterial sparen

22. Gebrauchte Umzugskartons besorgen

Neue Umzugskartons können bei einem größeren Haushalt einen spürbaren Kostenfaktor darstellen. Frage deshalb frühzeitig bei Freunden, Familie, Nachbarn, Unternehmen oder über Kleinanzeigen nach gebrauchten Kartons.

Achte darauf, dass die Kartons:

  • trocken und sauber sind
  • keine eingerissenen Griffe besitzen
  • einen stabilen Boden haben
  • nicht stark verformt sind
  • sicher geschlossen werden können

Stark beschädigte Kartons solltest du nicht für schwere oder zerbrechliche Gegenstände verwenden.

23. Saubere Bananenkisten für geeignete Gegenstände nutzen

Bananenkisten sind stabil und häufig kostenlos erhältlich. Sie eignen sich beispielsweise für Bücher, Vorräte, Spielzeug und andere robuste Gegenstände.

Verwende nur saubere, trockene und unbeschädigte Kisten. Da Bananenkisten Öffnungen besitzen und nicht für jedes Umzugsgut geeignet sind, sollten empfindliche oder kleine Gegenstände zusätzlich geschützt werden.

Weitere Hinweise findest du unter Gebrauchte Bananenkisten für den Umzug.

24. Vorhandene Materialien als Verpackung nutzen

Nicht jeder Gegenstand benötigt Luftpolsterfolie oder spezielles Packpapier. Handtücher, Bettwäsche, Decken und Kleidung können zum Polstern unempfindlicher Gegenstände verwendet werden.

Koffer, Reisetaschen, Wäschekörbe und stabile Aufbewahrungsboxen bieten zusätzlichen Stauraum. Dadurch benötigst du weniger Kartons und Verpackungsmaterial.

Bei Geschirr, Glas, Spiegeln und empfindlicher Elektronik solltest du jedoch nicht an ausreichendem Schutz sparen. Welche Materialien tatsächlich benötigt werden, erfährst du unter Umzugsbedarf – Was braucht man für einen Umzug.

25. Werkzeug und Transporthilfen ausleihen

Prüfe vor einem Neukauf, ob du Werkzeug oder Transporthilfen ausleihen kannst. Häufig benötigst du diese Gegenstände nur für wenige Tage.

Nützlich sind unter anderem:

  • Akkuschrauber
  • Werkzeugkoffer
  • Sackkarre
  • Möbelroller
  • Tragegurte
  • Spanngurte
  • Umzugsdecken
  • Treppenkarre

Transporthilfen beschleunigen den Umzug und können Schäden vermeiden. Spanngurte sind für die Ladungssicherung besonders wichtig. Laut ADAC sind Gummi-Expander dafür nicht geeignet.

Beim Transporter und Transport Kosten sparen

26. Den Transporter selbst mieten und fahren

Bei einem Umzug in Eigenregie kannst du einen Transporter selbst mieten und fahren. Vergleiche dabei nicht nur den Tagespreis, sondern die Gesamtkosten.

Achte auf:

  • enthaltene Kilometer
  • Preis für zusätzliche Kilometer
  • Kraftstoffregelung
  • Kaution
  • Versicherungsschutz & Höhe der Selbstbeteiligung
  • Einwegmiete
  • Abhol- und Rückgabezeiten
  • Kosten bei verspäteter Rückgabe
  • Zubehör wie Sackkarre und Spanngurte

Prüfe außerdem, welche Führerscheinklasse erforderlich ist. Mit einem Führerschein der Klasse B dürfen grundsätzlich Fahrzeuge bis zu einer zulässigen Gesamtmasse von 3,5 Tonnen gefahren werden.

27. Die richtige Fahrzeuggröße wählen

Ein zu kleiner Transporter kann mehrere Fahrten erforderlich machen. Ein unnötig großer Transporter ist dagegen möglicherweise teurer, schwieriger zu fahren und verbraucht mehr Kraftstoff.

Nutze deshalb das zuvor berechnete Umzugsvolumen und vergleiche die Laderaumangaben verschiedener Fahrzeuge. Plane einen angemessenen Puffer ein, ohne das Fahrzeug deutlich größer als notwendig zu wählen.

28. Den Transporter effizient beladen

Ein gut beladener Transporter reduziert das Risiko zusätzlicher Fahrten. Schwere und stabile Gegenstände gehören nach unten, leichtere Kartons nach oben. Große Möbel werden möglichst platzsparend angeordnet.

Sichere Möbel und Kartons gegen Verrutschen. Eine ungeeignete Beladung kann Schäden verursachen und die Fahrsicherheit beeinträchtigen.

29. Laufwege möglichst kurz halten

Lange Laufwege zwischen Wohnung und Transporter verlängern die Arbeitszeit erheblich. Bei einer Abrechnung nach Stunden können dadurch zusätzliche Kosten entstehen.

Prüfe deshalb rechtzeitig, ob an der alten und neuen Wohnung ausreichend Platz zum Be- und Entladen vorhanden ist. Eine ordnungsgemäß eingerichtete Halteverbotszone verursacht zwar zunächst Kosten, kann sich bei schwieriger Parkplatzsituation aber durch kürzere Laufwege und eine geringere Arbeitszeit lohnen.

30. Bei Fernumzügen nach Beiladungen fragen

Bei einem Fernumzug kann eine Beiladung günstiger sein als ein ausschließlich für deinen Umzug eingesetztes Fahrzeug. Dabei wird dein Umzugsgut zusammen mit anderen Transporten auf einer passenden Strecke befördert.

Diese Möglichkeit eignet sich vor allem, wenn du beim Termin flexibel bist und kein sehr großes Transportvolumen hast. Frage Umzugsunternehmen ausdrücklich nach Beiladungen oder verfügbaren Leerfahrten.

Versteckte und nachträgliche Umzugskosten vermeiden

31. Doppelte Mietzahlungen möglichst reduzieren

Eine Überschneidung zwischen altem und neuem Mietvertrag kann hilfreich sein, verursacht aber zusätzliche Kosten. Versuche, Wohnungsübergabe, Renovierung und Umzug möglichst gut aufeinander abzustimmen.

Eine kurze Überschneidung kann sinnvoller sein als eine extrem knappe Planung, die zusätzliche Transporte, eine Zwischenlagerung oder eine verspätete Wohnungsübergabe verursacht. Entscheidend ist eine realistische Gesamtkalkulation.

32. Strom- und Gasverträge rechtzeitig klären

Informiere Strom- und Gasanbieter rechtzeitig über den Umzug und prüfe, ob der Vertrag an der neuen Adresse fortgeführt oder beendet wird. Wer sich nicht darum kümmert, riskiert laut Verbraucherzentrale unter Umständen parallele Verträge und damit doppelte Kosten.

Notiere und fotografiere bei der Übergabe die Zählerstände in beiden Wohnungen. Bewahre die Fotos und Übergabeprotokolle auf.

33. Internet-, Versicherungs- und sonstige Verträge prüfen

Informiere dich frühzeitig über Umzugsfristen und mögliche Kosten bei:

  • Internet und Telefon
  • Strom und Gas
  • Hausratversicherung
  • Fitnessstudio
  • Zeitungsabonnements
  • Parkplatz oder Garage
  • Kindertagesstätte
  • Lagerraum
  • Zusätzlichen Lieferverträgen

Ein Umzug führt nicht automatisch bei jedem Vertrag zu einem Sonderkündigungsrecht. Prüfe daher die jeweiligen Vertragsbedingungen und Fristen.

34. Schäden durch falsches Sparen vermeiden

Zu wenig Verpackungsmaterial, ungesicherte Möbel, überladene Kartons oder unerfahrene Helfer können hohe Folgekosten verursachen.

Spare nicht bei:

  • Ladungssicherung
  • Schutz empfindlicher Möbel
  • geeigneten Kartons
  • Tragehilfen
  • fachgerechtem Anschluss technischer Geräte
  • Transport besonders schwerer Gegenstände
  • Versicherungsschutz

Ein einziger beschädigter Fernseher, Schrank oder Boden kann teurer sein als professionelles Verpackungsmaterial oder fachkundige Unterstützung.

35. Rechnungen und Belege aufbewahren

Bewahre Rechnungen, Mietverträge, Zahlungsnachweise und Belege über alle Umzugskosten auf. Das ist wichtig, falls du Kosten beim Arbeitgeber einreichen, steuerlich geltend machen oder eine Rechnung reklamieren möchtest.

Bei einem beruflich veranlassten Wohnungswechsel können nach den Lohnsteuerhinweisen des Bundesfinanzministeriums tatsächliche Umzugskosten unter bestimmten Voraussetzungen als Werbungskosten berücksichtigt werden.

Auch bei einem privaten Umzug können bestimmte Arbeitskosten eines Dienstleisters möglicherweise als haushaltsnahe Dienstleistungen berücksichtigt werden. Die konkrete steuerliche Anerkennung hängt vom Einzelfall ab. Rechnungen sollten deshalb möglichst unbar bezahlt werden.

36. Arbeitgeber nach Umzugskosten fragen

Erfolgt der Umzug aus beruflichen Gründen, solltest du deinen Arbeitgeber fragen, ob er sich an den Kosten beteiligt oder einzelne Ausgaben übernimmt.

Mögliche Leistungen können sein:

  • Zuschuss zu einem Umzugsunternehmen
  • Übernahme von Fahrtkosten
  • Freistellung für den Umzug
  • Erstattung bestimmter Nebenkosten
  • Unterstützung bei einer doppelten Haushaltsführung

Kläre die Voraussetzungen möglichst vor der Beauftragung eines Unternehmens.

Günstig umziehen – aber nicht auf Kosten der Zuverlässigkeit

Ein günstiger Umzug entsteht nicht allein dadurch, dass du möglichst wenige Leistungen bezahlst. Entscheidend ist, den gesamten Ablauf so zu planen, dass keine unnötigen Arbeitsstunden, Zusatzfahrten, Schäden oder kurzfristigen Ersatzlösungen entstehen.

Besonders viel kannst du sparen, wenn du:

  • das Umzugsvolumen genau berechnest
  • vorher konsequent aussortierst
  • mehrere vergleichbare Angebote einholst
  • einen flexiblen Umzugstermin auswählst
  • Kartons und Möbel selbst vorbereitest
  • zuverlässige Helfer organisierst
  • das passende Transportfahrzeug nutzt
  • Verträge und Übergabetermine rechtzeitig klärst

Prüfe dabei immer, welche Eigenleistungen du tatsächlich sicher und rechtzeitig erledigen kannst. Ein gut geplanter Teilservice kann günstiger sein als ein schlecht organisierter Umzug in vollständiger Eigenregie.

Häufige Fragen zum Geldsparen beim Umzug

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